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Laurenz Wuttke ·

Churn Rate: Definition, Gründe und Berechnung für Kundenabwanderung

14 Minuten Lesezeit
Kundenabwanderung
Zusammenfassung
  • Die Churn Rate ist die Kundenabwanderungsquote und misst, wie viele Kunden in einem definierten Zeitraum im Verhältnis zum gesamten Kundenbestand verloren gehen.
  • Die Berechnung erfolgt über die einfache Formel: verlorene Kunden / Gesamtzahl aktiver Kunden im Zeitraum, typischerweise monatlich oder jährlich.
  • Der Beitrag zeigt, dass bereits kleine Unterschiede in der Churn Rate einen massiven Einfluss auf Bestandskunden, Umsatz und Profitabilität haben.
  • Als wichtigste Ursachen werden Preiserhöhungen, geringe Nutzung des Produkts und schlechter Kundenservice genannt
  • Zusätzlich wird die Kohortenanalyse als Methode zur Ursachenanalyse und Optimierung von Retention-Maßnahmen hervorgehoben.

Die Churn Rate gibt an, wie viel Prozent der Kunden in einem festgelegten Zeitraum abwandern, berechnet als verlorene Kunden geteilt durch den Kundenbestand zu Periodenbeginn. Bei Software-Abonnements liegt der branchenübliche Jahreswert 2026 bei etwa 3,5 Prozent, wobei große Firmenkunden deutlich seltener abwandern als kleinere. Neben der reinen Kundenzahl sollte außerdem immer betrachtet werden, wie sich der Umsatz mit den bestehenden Kunden insgesamt entwickelt.

Kundenabwanderung ist kein schönes Thema, aber für viele Unternehmen ein Problem. Heutzutage basieren viele Geschäftsmodelle auf Vertrags-, Abonnement- oder Subskriptionsmodellen, bei denen die Reduzierung der Kundenabwanderung eine wesentliche Aufgabe darstellt. Bevor wir uns jedoch mit den Gründen für Kündigungen beschäftigen, müssen wir herausfinden, wie hoch die Kündigungsrate ist.

Wir begleiten Unternehmen in unseren Projekten regelmäßig dabei, aus Rohdaten in CRM und Produktnutzung belastbare Abwanderungskennzahlen zu machen. In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie die Churn Rate korrekt berechnen, welche Ursachen und Vergleichswerte 2026 gelten und wie moderne, KI-gestützte Methoden die Analyse verändert haben.

Fangen wir mit dem Kern an.

Definition: Was ist die Churn Rate?

Die Churn Rate – auch Kundenabwanderungsrate, Abwanderungsrate oder Kündigungsrate genannt – ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die angibt, wie viele Kunden in einem bestimmten Betrachtungszeitraum verloren gegangen sind. Gezählt werden dabei nur die bestehenden Kunden zu Beginn des Zeitraums, Neukunden aus demselben Zeitraum zählen nicht.

Die Abwanderungsquote ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Marketing, im Kundenmanagement und im Customer Relationship Management. Sie zeigt auf, wann und wie viele Kunden verloren gehen und gibt Hinweise darauf, warum die Profitabilität möglicherweise leidet und Wachstum verhindert wird. Die Churn Rate ist somit ein guter Indikator für die Entwicklung eines Unternehmens und kann frühzeitig Hinweise auf mögliche Probleme geben.

Das Gegenstück zur Churn Rate ist wiederum die „Retention Rate“, also die Kundenbindungsrate. 

Hintergründe: Was Sie über die Kündigungsrate wissen sollten

Die Churn Rate hat einen hohen Einfluss auf den Unternehmenserfolg und ist somit eine zentrale Kennzahl für die Steuerung verschiedenster Kundenprozesse. Im Folgenden gehe ich darauf ein, warum die Churn Rate wichtig ist und welche Gründe es für die Kundenfluktuation gibt.

Warum ist Churn Rate wichtig?

Mit der Berechnung der Kundenabwanderungsrate können Unternehmen ihre Kundenverluste messbar und sichtbar machen. Die Abwanderungsrate gibt Aufschluss über die Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit der Kunden und misst den Erfolg bzw. Misserfolg von Produkten und Dienstleistungen.

Die folgende Grafik verdeutlicht, warum die Kundenabwanderungsrate einen großen Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat. Die Grafik zeigt zwei Beispiele: Unternehmen A mit einer jährlichen Abwanderungsrate von 10% und Unternehmen B mit nur 5%.

Effekt von Churn Rate auf Bestandskundenkohorte (ohne Neukunden) nach 4 Jahren.

In Variante A (10% Churn) sind von den ursprünglich 1.000 Kunden nur noch 729 Kunden aktiv, in Variante B sind es noch 857 aktive Kunden. Somit sind in Variante B, mit einer geringeren Abwanderungsrate von 5%, bereits nach 4 Jahren ca. 17,5% mehr Kunden aktiv.

Dabei sollte beachtet werden, dass sich die Churn Rate nicht einfach linear auf das Jahr hochrechnen lässt, da sich Verluste Monat für Monat kumulieren. Bei 2 % Churn pro Monat verliert ein Unternehmen über das Jahr gerechnet nicht 24 %, sondern rund 21,5 % des Bestands, weil die Verlustbasis jeden Monat kleiner wird.

Umso wichtiger ist die korrekte Ermittlung der Kennzahl und die dazugehörige Erforschung der Gründe.

Neben der korrekten Ermittlung der Kundenabwanderungsquote stehen den Unternehmen heute auch KI-unterstützte Methoden zur Vorhersage der Kundenabwanderung zur Verfügung, die sogenannte Churn Prediction.

Seit 2025 hat sich dieses Feld deutlich weiterentwickelt. Neben klassischen Risikowerten aus Nutzungsdaten werden zunehmend Support-Tickets und Kundengespräche automatisiert mit KI-Sprachmodellen ausgewertet. Auch berechnen moderne Datenplattformen das Abwanderungsrisiko nahezu in Echtzeit statt monatlich und erste Anbieter bieten mittlerweile automatisierte Agenten an, die Risikokunden erkennen und passende Gegenmaßnahmen vorschlagen.

Ein Praxisbeispiel aus der Energiewirtschaft

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Projekt mit dem Hamburger Ökostromanbieter Green Planet Energy. Wir haben ein Machine-Learning-Modell für rund 150.000 Verträge entwickelt, das die Kündigungswahrscheinlichkeit für die nächsten zwei Monate vorhersagen kann. Das Ergebnis überzeugt. In der Gruppe mit dem höchsten vorhergesagten Risiko, also dem obersten 1-Prozent-Segment, fanden sich 9,1-mal so viele tatsächliche Kündiger wie bei einer zufälligen Auswahl. So konnten wir, laut Dr. Björn Sossong (Bereichsleitung Energiewirtschaft bei Green Planet Energy), eine 400 Prozent höhere Trefferquote erzielen und das CRM-Team musste keine manuellen Auswertungen mehr durchführen.

Im Folgenden sehen wir uns zunächst die Schritte zur Ermittlung der Kundenabwanderungsrate an.

Welche Gründe gibt es für Kundenabwanderung?

Es ist wichtig, die Gründe für Churn zu verstehen. Denn nur wenn man die Gründe kennt, kann man mit gezielten Aktionen oder Veränderungen gegensteuern.

Die häufigsten Gründe für Kundenabwanderung:

  • Schlechter Kundenservice
  • Qualitätsprobleme
  • Unfreiwillige Abwanderung aufgrund mangelnder Bonität
  • schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Aggressive Preispolitik der Wettbewerber
  • Schlechter Begrüßungs- oder Einarbeitungsprozess
  • Falsche Positionierung am Markt

Ergänzung 2025/2026: Aktuelle Analysen von HubSpot gewichten diese Ursachen neu. Heute stehen Preiserhöhungen (als häufigster Einzelgrund), ein für den Kunden nicht erkennbarer Nutzen des Produkts, eine zu lange Einarbeitungszeit ohne schnellen ersten Erfolg und schlechter Kundenservice im Vordergrund. Ergänzend gewinnt die unfreiwillige Abwanderung durch fehlgeschlagene Zahlungen an Bedeutung, etwa durch abgelaufene Kreditkarten, die sich mit einem automatisierten Zahlungs-Nachfassprozess gezielt abfangen lässt.

Praxistipp: Nutzen Sie Ihre Daten, um in einer Churn Analyse genau zu ergründen warum Kunden Ihre Verträge oder Abos kündigen. Als ersten Schritt bieten sich hier Kohorten-Analysen an, wo sie Kunden aus unterschiedlichen „Eintrittsmonaten“ analysieren – hier können Sie vielleicht schon erste Trends ablesen.

In diesem Artikel habe ich Ihnen 7 Tipps für eine richtige Churn Analyse zusammengefasst.

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Einfluss der Churn Rate auf die Profitabilität

Laut einer Studie von Bain & Company und der Harvard Business School hat die Abwanderungsrate einen enormen Einfluss auf die Rentabilität von Unternehmen. Bei einer Senkung der Abwanderungsrate (bzw. Erhöhung der Kundenbindung) um 5 % wurde festgestellt, dass die Rentabilität um 25 bis 95 % steigt. Diese Zahlen gelten 2026 weiterhin als bekannte Faustregel, jedoch nicht mehr als aktuelle Primärstudie.

Ein zweiter Effekt sind die hohen und weiter steigenden Kosten der Kundenakquisition. Aktuelle Auswertungen von über 900 Software-Anbietern zeigen, dass es im Schnitt rund 15 Monate dauert, bis sich ein neuer Kunde für das Unternehmen rechnet.

Profitabilität pro Kunde im Zeitverlauf. Eine starke Kundenbindung steigert den Kundenwert enorm.

Eine gute Kundenbindung hingegen führt dazu, dass der Kundenwert und die Profitabilität kontinuierlich steigen. So kommt es zu einem Zinseszinseffekt und die Profitabilität steigt, wie in unserer Grafik zu sehen ist, deutlich an.

Wie wird die Churn Rate berechnet?

Es gibt Dutzende von Möglichkeiten und Formeln, die Churn Rate oder Kündigungsrate zu berechnen – je nach Unternehmen und Geschäftsmodell (Vertrag, Abonnement, Produkt oder eine Kombination aus beidem) können diese auch recht knifflig sein.

Die Formeln zur Berechnung der Churn Rate basieren alle darauf, dass die Anzahl der Kündiger zur Anzahl der aktiven Kunden in einem bestimmten Zeitintervall ins Verhältnis gesetzt wird.

Das Zeitintervall für die Kundenabwanderung kann monatlich, vierteljährlich oder jährlich gewählt werden. Viele Software as a Service (SaaS) und kurzzeitige Subscription-Modelle berechnen die Churn Rate auf monatlicher Basis.

Im Folgenden werden verschiedene Formeln zur Berechnung der Kundenabwanderungsrate vorgestellt.

Churn Rate Formel

Die einfachste Formel zur Berechung der Churn Rate lautet:

Berechnungsformel Kundenabwanderungsrate

Churn Rate = Kundenabwanderung in einem definierten Messintervall / Gesamtzahl aller Kunden in diesem Messintervall

Für eine genaue Berechnung der Kundenabwanderung sind vor allem korrekte Definitionen und Eckdaten wichtig: Ab wann gilt ein Kunde als abgewandert? Welcher Zeitraum wird betrachtet? Und welche Kundengruppen werden zu welchem Zeitpunkt in die Messung mit einbezogen?

Häufig wird bei der Berechnung der Kundenabwanderung das Messintervall „Monat“ zugrunde gelegt, wichtig ist aber auch das Ergebnis für ein ganzes Jahr. Mit den Kennzahlen Neukunden und Kündiger kann schließlich ermittelt werden, wie hoch die Kundenfluktuation ist.

Schauen wir uns die einzelnen Berechnungsformeln an:

Monatliche Churn Rate Formel

Die monatliche Churn Rate mit dieser einfachen Formel berechnen.

Monatliche Churn Rate Beispiel

Ein Unternehmen mit Abonnement- bzw. Subskriptionsmodell möchte wissen, wie hoch die monatliche Kundenabwanderung ist:

Kunden am Anfang des Monats: 4.000
Neukunden hinzugewonnen in diesem Monat: 300
Kunden verloren am Ende des Monats: 530
Monatliche Kundenabwanderungsrate: 530/4.300 = 12,3%

Ergänzung 2026: Aktuelle Fachquellen empfehlen, im Nenner nur den Kundenbestand zu Beginn des Zeitraums zu verwenden, ohne die im selben Zeitraum neu gewonnenen Kunden. Für dasselbe Beispiel ergibt das:
Monatliche Kundenabwanderungsrate: 530 / 4.000 = 13,25 %

Jährliche Churn Rate Formel

Die jährliche Churn Rate mit dieser einfachen Formel berechnen.

Wie berechnet man die jährliche Churn Rate?

Kunden am Anfang des Jahres: 103.456
Neukunden hinzugewonnen in diesem Jahr: 9.698
Kunden verloren am Ende des Jahres: 16.235
Jährliche Kundenabwanderungsrate: 16.235/ 113.154 = 14,3%

Diese Formeln sind ein guter Start. Kommen jedoch andere ausschlaggebenden Faktoren dazu, die das Bild auf monatlicher oder jährlicher Basis verzerren könnten – beispielsweise die Erschließung neuer Zielgruppen, der Launch neuer Produkte oder Vertragsmodelle, die Einführung neuer Preise –, müssen auch die Formeln zur Churn-Berechnung angepasst werden. Auch die Interpretation der Kundenabwanderungsprognose wird damit komplizierter.

Ergänzung 2026: Ohne hinzugewonnene Kunden im Nenner verhält sich die jährliche Kundenabwanderungsrate im Beispiel so: 16.235 / 103.456 = 15,7 %

Kundenbindung stärken

Beginnen Sie mit der Churn-Prognose und leiten Sie rechtzeitig Maßnahmen ein, um Kunden von einer Kündigung abzuhalten.

Churn Prognose

Bei zu schnellem oder zu langsamem Wachstum und bei niedrigen Kundenzahlen sind die monatlichen und jährlichen Berechnungen ebenfalls nicht hilfreich. Neben der eigentlichen Kundenabwanderung bzw. der Kündigungsquote kann auch die Umsatzabwanderung berechnet werden.

Revenue Churn Rate und Net Revenue Retention

Für abonnementbasierte Geschäftsmodelle reicht die reine Kundenzahl oft nicht aus. Fachquellen unterscheiden deshalb zusätzlich zwischen der Customer Churn Rate (Anteil der kündigenden Kunden), der Revenue Churn Rate (Anteil des verlorenen Umsatzes) und der Net Revenue Retention (Umsatzentwicklung der Bestandskunden über die Zeit, inklusive Zusatzverkäufen). Für Unternehmen mit wenigen, umsatzstarken Großkunden ist die Revenue Churn Rate oft aussagekräftiger als die reine Customer Churn Rate.

Revenue Churn Rate = verlorener Umsatz durch Kündigungen und Vertragsverkleinerungen im Zeitraum ÷ Gesamtumsatz zu Beginn des Zeitraums × 100

Net Revenue Retention = (Umsatz Bestandskunden am Periodenende, inklusive Zusatzverkäufen, abzüglich Vertragsverkleinerungen und Kündigungen) ÷ Umsatz Bestandskunden zu Periodenbeginn × 100

Churn Rate analysieren mit Kohortenanalyse

Um die Customer Churn Rate genauer zu analysieren, gibt es eine besonders hilfreiche Analyse: die Kohortenanalyse. Bei der Kohorten-Analyse teilen Sie die Kunden in relevante Gruppen (Kohorten), nach bspw. Vertragsdatum, Vertriebskanal, Kundenwert oder Alter, ein.

So können Sie die Kundenabwanderungsrate für unterschiedliche Kundengruppen berechnen und sofort wichtige Unterschiede sehen und Erkenntnisse daraus ableiten.

Die Kohorten-Analyse ist eine hilfreiche Methode für die Churn- und Abwanderungsanalyse.
Die Kohorten-Analyse ist eine hilfreiche Methode für die Churn Analyse.

Sie kann technische Schwächen, Produktschwächen, ungenaue Zielgruppenansprachen genauso aufdecken wie erfolgreiche Marketingstrategien, innovative Lösungsansätze sowie insgesamt Maßnahmen zur Verhinderung der Kundenabwanderung und zur besseren Kundenbindung.

Ein Beispiel: Kunden aus dem Vertriebskanal A haben eine 2% geringere Churn Rate in den ersten 12 Monaten als Kunden aus dem Vertriebskanal B. In der Praxis können Sie jetzt erstmal ergründen woran das liegt, aber gleichzeitig könnten Sie auch überlegen mehr Budget auf Vertriebskanal A zu allokieren, um bessere Kundenqualitäten mit einer niedrigeren Churn Rate zu gewinnen.

Wir haben zum Thema Kohortenanalyse einen detaillierten Artikel mit einem Beispiel für Sie verfasst!

Ergänzung 2026: Kohortenanalysen werden zunehmend mit ergänzenden Methoden kombiniert. Survival-Analysen schätzen, wie lange ein Kunde voraussichtlich bleibt und automatisierte Kohorten-Dashboards laufen direkt auf der Datenplattform statt in manuell gepflegten Tabellen.

Die Churn Rate mit den richtigen Maßnahmen reduzieren

Hier sind einige Maßnahmen zur Reduktion von Kundenanwanderung:

  1. Interaktion mit Marke erhöhen: Erhöhen Sie die Interaktion mit Ihren Kunden durch relevante Contents und Stories.
  2. Abonnement- Subskriptionsmodelle: Entwickeln Sie Ihre Abonnement- bzw. Subskriptionsmodelle weiter bspw. Laufzeitänderung oder attraktive Vorteile durch Loyalität belohnen.
  3. Aktuelle Marktdaten zeigen außerdem, dass Preisgestaltung und Modellflexibilität heute stärker über die Kundenbindung entscheiden als noch 2021. Auch weil der regulatorische Druck auf einfache Kündigungsprozesse wächst.
  4. Onboardingprozess: Entwickeln Sie einen einzigartigen Onboarding- & Welcomeprozess für Ihre Kunden, der die Kunden früh bindet, um so den frühen Churn zu minimieren. Die Reduktion von frühem Churn (early Churn) hat einen extremen Effekt auf Ihre langfristige Profitabilität.
  5. Relevanz: Versorgen Sie Ihre Kunden mit interessanten und relevanten Contents (machen Sie es Ihren Kunden schwer Sie zu ignorieren). Dazu eignen sich In-App-Push-Nadchrichten, E-Mail oder SMS-Kampagnen.
  6. Relevante Angebote: Schicken Sie die richtigen Angebote zur richtigen Zeit. Nutzen Sie dazu maschinelles Lernen mit einem Next Best Offer Modell, um das nächste richtige Angebot zu ermitteln.
  7. Personalisierung: Personalisieren Sie die Kundenkommunikation an jedem Touchpoint und für jeden Content. Ihre Kunden wollen relevanten Content sehen, dann bleiben sie dabei.
  8. Treueprogramm: Wenn Sie keine Kundenkarte oder kein Treueprogramm haben, dann Erstellen Sie eins. Gute Treueprogramme wirken sich positiv auf die Loyalität und Kundenbindung aus.
  9. Rabatte: Oft haben Unternehmen die guten Rabatte nur für Ihre Neukunden. Doch auch Ihre Bestandskunden wollen ab und zu einen Rabatt und einen gute Deal erhalten. Geben Sie Rabatte für den nächsten Kauf, aber gezielt und richtig berechnet. Über Machine Learning lässt sich identifizieren, welcher Rabatt der Richtige ist.
  10. Kundenservice: Verbessern Sie den Kundenservice. Kunden erwarten heute einen guten Kundenservice.
  11. Ungewollte Kündigungen durch Zahlungsprobleme abfedern: Ein automatisierter Zahlungs-Nachfassprozess reduziert Kündigungen durch fehlgeschlagene Zahlungen deutlich.
  12. Kohortenanalyse und Churn Prediction operationalisieren: Verknüpfen Sie die beschriebenen Methoden mit einem konkreten, wiederkehrenden Prozess statt einer einmaligen Analyse.

Nächster Schritt

In 30 Minuten klären wir gemeinsam, wie Sie Ihre Kundendaten für eine belastbare Churn-Analyse und Churn Prediction nutzbar machen.

Zusammenfassung Churn Rate

Die Kundenabwanderungsrate ist eine wichtige Kennzahl für den Unternehmenserfolg, da sie nicht nur die Abwanderung an sich aufzeigt, sondern auch auf Schwachstellen im System hinweisen kann, die es zu beheben gilt.

Je nach Kundentyp gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Churn Rate zu berechnen, sei es die monatliche Abwanderungsrate für Vertragskunden wie Netflix-Nutzer oder die jährliche Churn Rate für Abonnenten von Premium-Diensten.

Fakt ist, dass die Berechnung und Visualisierung der Churn Rate ein mächtiges Werkzeug ist, das dem Customer Relationship Management Einblick in die Kundenbindung und den Kundenwert gibt.

Was sich seit 2021 zusätzlich verändert hat: Revenue Churn, Net Revenue Retention und KI-gestützte Churn Prediction ergänzen die klassische Betrachtung um eine wirtschaftliche und vorausschauende Perspektive.

Stand heute lohnt sich der Einstieg über eine saubere Datenbasis und eine realistische Kohortenanalyse, bevor komplexe Vorhersagemodelle folgen. Wie schnell sich künstliche Intelligenz in der Kundenbetreuung durchsetzt, bleibt dynamisch. 

Sie wollen die Kündigungsrate Ihrer Kunden herausfinden? Schauen Sie auf unserer Lösungsseite

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FAQ: Die wichtigsten Fragen schnell beantwortet

Was ist eine gute Churn Rate?

Bei Software-Abonnements liegt der durchschnittliche Jahreswert 2025/2026 bei etwa 3,5 Prozent. Anbieter mit großen Firmenkunden verlieren mit 1 bis 2 Prozent pro Monat deutlich weniger Kunden als Anbieter mit kleinen Firmenkunden, bei denen 3 bis 5 Prozent im Monat üblich sind. Wir empfehlen, die eigene Churn Rate über mehrere Quartale zu beobachten statt sie nur mit einem globalen Durchschnitt zu vergleichen.

Wie berechnet man die Churn Rate?

Die Churn Rate berechnet sich, indem man die Anzahl der im Betrachtungszeitraum verlorenen Kunden durch den Kundenbestand in diesem Zeitraum teilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert.

Was ist der Unterschied zwischen Churn Rate und Retention Rate?

Die Churn Rate misst den Anteil der abwandernden Kunden, die Retention Rate den Anteil der verbleibenden Kunden. Eine Retention Rate von 95 % entspricht einer Churn Rate von 5 %.

Wie kann man die Kundenabwanderung reduzieren?

Am wirksamsten ist es, an den tatsächlichen Ursachen anzusetzen. Kurzes Onboarding, reaktionsschneller Service, automatisierter Zahlungs-Nachfassprozess und transparente Preismodelle, ergänzt um Kohortenanalyse und Churn Prediction.

Was bedeutet Net Revenue Retention?

Die Net Revenue Retention misst, wie sich der Umsatz mit bestehenden Kunden über die Zeit entwickelt, einschließlich Zusatzverkäufen und Kündigungen. Werte über 100 Prozent zeigen, dass der Umsatz mit den Bestandskunden insgesamt wächst, selbst wenn einzelne Kunden abwandern.

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