Kaum ein Begriff wird in der aktuellen KI-Debatte so unterschiedlich verwendet wie „KI-Plattform“. Für die einen ist es der Copilot-Chat, der im Arbeitsalltag Fragen beantwortet, für die anderen eine komplette Cloud-Infrastruktur mit Dutzenden Diensten. Diese Unschärfe hat zur Folge, dass viele Unternehmen KI-Tools kaufen, ohne eine Plattform-Strategie dahinter zu haben. Gleichzeitig wird sich gewundert, warum aus vielversprechenden Piloten so selten produktive, unternehmensweite Lösungen werden.
In diesem Beitrag klären wir, was eine KI-Plattform tatsächlich ausmacht und welche Bausteine dazugehören. Im zweiten Teil schauen wir uns das konkret am Beispiel von Microsoft Azure und Databricks an: Den beiden Plattformen, mit denen wir als Implementierungspartner in Kundenprojekten arbeiten und die wir daher aus erster Hand kennen.
Was ist eine KI-Plattform? Definition und Abgrenzung
Eine KI-Plattform ist eine integrierte, standardisierte Infrastruktur, die alle notwendigen Bausteine bereitstellt, um KI-Modelle und KI-Agenten zu entwickeln, zu betreiben, zu überwachen und unternehmensweit skalierbar zu machen. So muss nicht für jeden Anwendungsfall eine eigene technische Insellösung aufgebaut werden.
Verschiedene Anbieter und Analysten formulieren das ähnlich, setzen aber leicht unterschiedliche Schwerpunkte:
- IBM beschreibt KI-Plattformen als Systeme, mit denen sich Machine-Learning– und Deep-Learning-Modelle „auf eine skalierbarere Weise erstellen, bewerten, implementieren und aktualisieren“ lassen – mit Fokus auf MLOps-Funktionen, AutoML und Governance.
- Red Hat vergleicht eine KI-Plattform mit einer vollständig ausgestatteten Werkbank. Eine „integrierte Sammlung von Technologien zum Entwickeln, Trainieren und Ausführen von ML-Modellen“, ergänzt um Sicherheit, Nachverfolgbarkeit und Compliance über den gesamten Lebenszyklus.
- Adastra bringt es aus Enterprise-Sicht auf den Punkt. Eine Enterprise-KI-Plattform ist eine „standardisierte Architektur, die die sichere Entwicklung, Bereitstellung und Überwachung von KI-Use-Cases ermöglicht“. Dabei wird das Ziel verfolgt, Kosten zu senken und Governance-Reibung zu reduzieren.
Zusammengeführt lässt sich eine KI-Plattform damit über vier Eigenschaften definieren:
1. Zentral statt fragmentiert: Eine gemeinsame Basis für viele Use Cases, statt isolierter Einzellösungen pro Abteilung.
2. Wiederverwendbar: Daten, Modelle, Sicherheitsregeln und Integrationen lassen sich für neue Anwendungsfälle wiederverwenden statt neu zu bauen.
3. Governance-fähig: Rollen, Rechte, Kosten und das Verhalten von Modellen und Agenten sind nachvollziehbar und auditierbar.
4. Skalierbar über den Piloten hinaus: Der Weg von der Idee zum produktiven, unternehmensweiten Betrieb ist eingeplant, nicht nachträglich improvisiert.
KI-Plattform vs. KI-Tool: Der wichtigste Unterschied
Ein einzelnes KI-Tool, wie beispielsweise ein Chatbot, ein Copilot oder ein spezialisiertes Analyse-Tool löst eine konkrete Aufgabe. Eine KI-Plattform hingegen ist die Infrastruktur darunter. Sie stellt Daten, Modelle, Sicherheitsregeln und Betriebsprozesse bereit, auf denen beliebig viele solcher Tools und Agenten aufsetzen können. Wer nur Tools kauft, aber keine Plattform-Strategie hat, baut in der Regel für jeden neuen Anwendungsfall wieder bei null an, inklusive Sicherheits-, Datenschutz- und Integrationsfragen.
Warum Unternehmen 2025/26 eine zentrale KI-Plattform brauchen
Der Bedarf an einer echten Plattform-Strategie ist kein akademisches Thema, sondern zeigt sich in konkreten Zahlen und Alltagsproblemen.
Laut McKinseys State of AI-Report 2025 setzen inzwischen rund 88 Prozent der Unternehmen generative KI regelmäßig ein, während es nur etwa ein Drittel schafft, diese Nutzung über einzelne Teams hinaus auf die gesamte Organisation zu skalieren. Der Rest steckt in Experimenten und Pilotprojekten fest. Diese Lücke zwischen Adoption und Skalierung ist genau die Stelle, an der eine Plattform-Architektur den Unterschied macht.
Gleichzeitig entsteht Handlungsdruck von zwei Seiten:
- Schatten-KI als Risiko: Eine Bitkom-Studie aus Oktober 2025 zeigt, dass bereits 8 Prozent der Unternehmen von einer weit verbreiteten privaten Nutzung von KI-Tools durch Beschäftigte berichten. Das sind doppelt so viele wie im Jahr davor (4 Prozent). Weitere 17 Prozent kennen zumindest Einzelfälle. Ohne zentrale Plattform mit klaren Regeln lässt sich diese sogenannte Schatten-KI kaum kontrollieren.
- Regulatorischer Rahmen: Mit dem EU AI Act, der seit 2024 gestaffelt in Kraft tritt, und der DSGVO wächst der Druck, KI-Nutzung nachvollziehbar, auditierbar und rechtssicher zu gestalten, vor allem beim Einsatz von Agenten, die eigenständig Handlungen ausführen.
Adastra fasst die typischen Symptome fehlender Plattform-Strategie treffend zusammen: Schatten-KI in einzelnen Fachbereichen, das sogenannte „Pilot-Purgatorium“ (Piloten, die nie den Sprung in den produktiven Betrieb schaffen), unkontrolliert wachsende Kosten durch doppelte Modellnutzung sowie Governance-Lücken bei Nachvollziehbarkeit und Auditierbarkeit.
Eine zentrale KI-Plattform adressiert genau diese Punkte, indem sie Modell-Zugriff, Daten, Sicherheitsregeln und Kostenkontrolle an einer Stelle bündelt.
Sie erkennen Schatten-KI, festgefahrene Piloten oder Governance-Lücken in Ihrem eigenen Unternehmen wieder?
Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wo für Sie der größte Hebel liegt.
Die Bausteine einer modernen KI-Plattform
Auch wenn Anbieter unterschiedliche Begriffe verwenden, lassen sich die Kernkomponenten einer KI-Plattform auf wenige Bausteine verdichten:
| Baustein | Aufgabe |
| Datenbasis | Strukturierte und unstrukturierte Daten zentral, konsistent und in KI-fähiger Form bereitstellen |
| Modelle & KI-Fähigkeiten | Zugriff auf LLMs, Foundation Models und eigene ML-Modelle, inkl. Möglichkeit zum Modellwechsel |
| Orchestrierung & Agenten | Workflows, Tool-Aufrufe und agentische Prozesse steuern und miteinander verknüpfen |
| Governance & Security | Rollen- und Rechtekonzepte, Auditierbarkeit, Kostenkontrolle, Einhaltung von DSGVO und EU AI Act |
| MLOps/LLMOps | Deployment, Monitoring und Weiterentwicklung von Modellen als wiederholbarer Prozess |
| Integration | Standardisierte, API-basierte Anbindung an bestehende Systeme (ERP, CRM, Wissensdatenbanken) |
Vier dieser Bausteine, Integration, Datenbasis, Modelle & KI-Fähigkeiten sowie Orchestrierung & Agenten, lassen sich als Durchlauf von unten nach oben denken. Governance & Security gelten dagegen quer über alle Schichten hinweg, während MLOps/LLMOps als kontinuierlicher Kreislauf aus Deployment, Monitoring und Weiterentwicklung eher neben als über den Schichten liegt.
Diese Struktur zieht sich durch die Definitionen von IBM, Red Hat und Adastra gleichermaßen, unabhängig davon, welcher konkrete Anbieter am Ende die Bausteine liefert. Wie diese Rollen technisch konkret ausgefüllt werden können, zeigen wir im Folgenden am Beispiel von Microsoft Azure und Databricks.
Microsoft Azure als Fundament für KI-Plattformen
Microsoft Azure ist Microsofts Cloud-Computing-Plattform mit über 200 Diensten und einer der größten globalen Cloud-Infrastrukturen. Wie Anaptis in seiner Grundlagen-Erklärung beschreibt, deckt Azure dabei klassisch alle vier Cloud-Service-Modelle ab: Infrastructure-, Platform-, Software-as-a-Service und Serverless. Dies macht Azure zur flexiblen Basis für ganz unterschiedliche Anforderungen. Für den Aufbau einer KI-Plattform übernimmt Azure vor allem drei Rollen:
1. Hosting- und Identitätsfundament. Über Microsoft Entra ID lassen sich bestehende Rollen- und Berechtigungskonzepte durchgängig bis in die KI-Anwendungen durchreichen. Dies stellt einen zentralen Punkt für die Governance dar, da keine parallele Rechteverwaltung entsteht. Dazu kommen europäische Hosting-Optionen, die für DSGVO-Konformität relevant sind.
2. KI-Dienste und Entwicklungsumgebung. Mit Microsoft Foundry (vormals Azure AI Foundry) stellt Microsoft die zentrale Umgebung bereit, um generative KI-Lösungen und Agenten zu entwickeln, zu testen und bereitzustellen. Ergänzt wird das durch Azure Machine Learning für den klassischen ML-Lebenszyklus und die Foundry Tools (ehemals Azure AI Services) für vorgefertigte Bausteine wie Bild-, Sprach- und Textanalyse. Das ist ein guter Einstieg, wenn Teams KI-Funktionen nutzen wollen, ohne jedes Modell selbst zu trainieren, wie auch der Leitfaden von IT-Schulungen beschreibt.
3. Agentic-Layer. Mit dem Foundry Agent Service für handlungsfähige, kontextbewusste Agenten und Foundry IQ als Intelligence-Schicht, die Agenten permission-basiert mit Unternehmenswissen versorgt, positioniert Microsoft Foundry sich zunehmend auch als Plattform für KI-Agenten, die – abgesichert durch Rollen, Policies und Freigaben – eigenständig auf Unternehmensdaten und -systeme zugreifen können.
Kurz gesagt liefert Azure das sichere, compliance-fähige Cloud-Fundament und die generativen KI-Dienste. Was in vielen Enterprise-Architekturen fehlt, ist die vereinheitlichte Datenbasis darunter, und genau hier kommt Databricks ins Spiel. Einen praxisnahen Einstieg gibt unser Artikel Azure Databricks: eine kurze Einführung.
Databricks als Data Intelligence Platform für KI
Databricks bezeichnet sich selbst als „Data Intelligence Platform“ und baut auf dem sogenannten Lakehouse-Prinzip auf. Das ist eine Architektur, die die Stärken eines Data Warehouse (Struktur, Performance) mit denen eines Data Lake (Flexibilität, Skalierbarkeit für unstrukturierte Daten) vereint. Wie das im Detail funktioniert, erklären wir ausführlich in Was ist Databricks?.
Für den Aufbau einer KI-Plattform sind vor allem folgende Databricks-Komponenten wichtig:
- Unity Catalog als zentrale Governance-Schicht für Daten und KI-Modelle, inklusive Data Lineage, Zugriffskontrolle und Auditierbarkeit über alle Workloads hinweg. Details dazu in unserem Artikel Databricks Unity Catalog: Einblicke in die wichtigsten Komponenten und Vorteile.
- Delta Lake für konsistente, versionierte Daten als verlässliche Grundlage für KI-Training und RAG-Anwendungen.
- Agent Bricks, AI Gateway und Model Serving, die früher unter der Marke „Mosaic AI“ gebündelt waren und heute als eigenständige Bausteine geführt werden, ermöglichen es, eigene Agenten zu bauen, mehrere LLMs zentral zu verwalten und produktiv zu betreiben. Wie das konkret aussieht, zeigen wir in Agent Bricks Databricks: KI-Agenten bauen und optimieren.
- MLflow für Tracking, Reproduzierbarkeit und Lifecycle-Management von Modellen. Der klassische MLOps-Baustein.
In der Kombination liefert Databricks damit genau die Datenebene, die eine KI-Plattform braucht, um nicht nur einzelne Modelle zu betreiben, sondern KI-Anwendungen auf einer konsistenten, governance-fähigen Datenbasis zu skalieren. Einen vollständigen Überblick über den aktuellen Funktionsumfang gibt unser Artikel Alle Databricks Features im Überblick.
Azure und Databricks: Die Kombination in der Unternehmenspraxis
Als Microsoft- und Databricks-Partner sehen wir bei datasolut in Kundenprojekten regelmäßig, dass sich Azure und Databricks nicht gegenseitig ausschließen, sondern als Azure Databricks sinnvoll ergänzen. Das liegt an einer klaren Rollenverteilung:
| Ebene | Rolle von Azure | Rolle von Databricks |
| Infrastruktur & Identität | Hosting, Netzwerk, Entra ID, Compliance-Rahmen | Läuft nativ auf Azure-Infrastruktur |
| Daten | Anbindung an Quellsysteme (ERP, CRM, M365, unstrukturierte Inhalte) | Zentrale, KI-fähige Datenbasis (Lakehouse) |
| KI-Modelle | Zugriff auf Foundation Models über Microsoft Foundry | Modell-Agnostik über AI Gateway, inkl. externer Modelle |
| Agenten | Foundry Agent Service für Copilot-nahe Szenarien | Agent Bricks für datengetriebene, unternehmensspezifische Agenten |
| Governance | Rollen- und Rechtekonzepte unternehmensweit | Unity Catalog für Daten- und Modell-Governance |
Dieser Rollenzuschnitt deckt sich mit einem Muster, das uns auch in Enterprise-Ausschreibungen für KI-Plattformen begegnet. Azure bildet das sichere, identitätsbasierte Cloud-Fundament, Databricks liefert die verbindliche Datenbasis darüber und beide zusammen ermöglichen es, dass sowohl individuelle Produktivitäts-Use-Cases (vergleichbar mit Copilot-Chats) als auch übergreifende, agentische Automatisierung entlang zentraler Geschäftsprozesse auf derselben Plattform laufen, statt in Einzellösungen zu zerfallen. Entscheidend ist dabei, dass neue Use Cases über standardisierte, API-basierte Integrationsmuster angebunden werden, und das nicht als weitere Insellösung, sondern als Erweiterung derselben Plattform.
Ein typisches Beispiel aus der Praxis
Ein Unternehmen mit mehreren Marken, Standorten und Vertriebskanälen hat bereits erste KI-Tools im Einsatz. Nehmen wir Microsoft Copilot Chat, vereinzelte ChatGPT-Lizenzen in Fachbereichen und GitHub Copilot in der Entwicklung. Jede Lösung funktioniert für sich, es fehlt aber eine zentrale Architektur, ein einheitliches Rollen- und Sicherheitskonzept und der Überblick darüber, welche KI-Systeme im Unternehmen überhaupt laufen.
Der Weg zur KI-Plattform beginnt dann typischerweise mit einer Zielarchitektur auf Basis von Microsoft Azure und Databricks. Bestehende Rollen- und Berechtigungskonzepte, beispielsweise über Microsoft Entra ID, werden durchgängig bis in die neue Plattform durchgereicht. Vorhandene Datenquellen von ERP- und CRM-Systemen bis hin zu internen Wissensquellen werden über standardisierte Schnittstellen angebunden.
Als erster produktiver Use Case dient häufig ein interner Wissens-Chat mit rollenbasiertem Zugriff auf Dokumentation und Prozesse, bevor darauf aufbauend weitere Use Cases wie Produktberatung, Forecasting oder automatisierte Lieferantenprozesse folgen. Das Vorgehen selbst läuft in der Regel dreiphasig:
- Erstens Zielbild und Architektur-Design,
- zweitens technische Implementierung inklusive erstem Use Case,
- und abschließend die Stabilisierung samt der Übergabe in den eigenständigen Betrieb.
Wichtig ist, dass diese Kombination kein Automatismus ist. Wer bereits stark auf Microsoft Fabric setzt oder andere Anforderungen an Governance und Kosten hat, sollte die Alternativen kennen. Einen strukturierten Vergleich bietet unser Artikel Microsoft Fabric vs. Databricks: Der Praxis-Guide.
Sie planen den Aufbau einer KI-Plattform auf Azure und Databricks und möchten wissen, wie das konkret für Ihr Unternehmen aussehen kann?
Auswahlkriterien für die richtige KI-Plattform
Egal ob Azure, Databricks oder ein anderer Anbieter im Zentrum steht, die folgenden Kriterien sollten bei der Auswahl oder dem Aufbau einer KI-Plattform immer geprüft werden:
- Skalierbarkeit: Trägt die Architektur auch dann noch, wenn aus einem Piloten zehn oder hundert produktive Use Cases werden?
- Offenheit: Wie hoch ist die Abhängigkeit von einem einzelnen Modell- oder Cloud-Anbieter (Vendor-Lock-in)? Unterstützt die Plattform offene Standards und mehrere Modelle?
- Governance & Sicherheit: Sind Rollen, Rechte, Kosten und das Verhalten von Agenten nachvollziehbar und auditierbar?
- Integrationsfähigkeit: Lässt sich die Plattform über standardisierte, API-basierte Muster an bestehende Systeme wie ERP, CRM oder Wissensdatenbanken anbinden?
- Compliance: Erfüllt die Plattform DSGVO-Anforderungen und ist sie auf den EU AI Act vorbereitet, wie durch EU-Hosting und Privacy-by-Design?
- Betriebsmodell: Gibt es einen klaren Übergang von der Implementierung in den eigenständigen, internen Betrieb inklusive Know-how-Transfer und Enablement der eigenen Teams?
- Business Adoption: Wird die Einführung von Change-Management und Enablement begleitet, oder handelt es sich um ein rein technisches Projekt?
Diese Kriterien greifen sowohl IBMs Fokus auf MLOps und Governance als auch Red Hats Betonung von Sicherheit und Nachvollziehbarkeit über den gesamten Lebenszyklus auf.
Sie sind sich unsicher, wie plattformreif Ihre eigene Systemlandschaft ist?
Wir schauen es uns gemeinsam mit Ihnen an.
Vom Fundament zum Use Case: Was auf einer KI-Plattform entsteht
Eine KI-Plattform ist kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung dafür, dass konkrete Use Cases schnell, sicher und wiederholbar umgesetzt werden können. Typische Anwendungsfälle, die auf einer Azure-/Databricks-Plattform aufsetzen, sind:
- Enterprise Knowledge Chat: interne Wissens-Chatbots mit rollenbasiertem Zugriff auf Dokumentation und Prozesse, häufig über Retrieval Augmented Generation (RAG) umgesetzt. Den Unterschied zwischen wissensbasierten und handlungsfähigen Ansätzen erklären wir in RAG vs. MCP.
- Agentische Prozesse: Agenten, die nicht nur antworten, sondern innerhalb definierter Rollen und Freigaben Aktionen ausführen, beispielsweise im Kundenservice, Einkauf oder Vertrieb. Die konzeptionelle Abgrenzung dazu liefert LLM vs. KI-Agent.
- Analytics & Forecasting: klassische, aber KI-gestützte Entscheidungsunterstützung auf Basis der zentralen Datenbasis.
Der Weg dorthin führt in der Regel über eine saubere Migration bestehender Daten- und Analyseumgebungen auf die neue Plattform – wie das gelingt, zeigt Databricks Migration einfach erklärt.
Weiterführende Artikel zu Azure, Databricks und KI-Agenten
Vertiefen Sie einzelne Aspekte dieses Themas in unseren Fachartikeln:
Databricks im Detail
- Was ist Databricks?
- Azure Databricks: eine kurze Einführung
- Databricks Unity Catalog: Einblicke in die wichtigsten Komponenten und Vorteile
- Alle Databricks Features im Überblick
- Databricks Migration einfach erklärt
- Microsoft Fabric vs. Databricks: Der Praxis-Guide
KI-Agenten und moderne Architekturen
Fazit
Eine KI-Plattform ist mehr als die Summe einzelner KI-Tools. Sie ist die zentrale, wiederverwendbare und governance-fähige Infrastruktur, die aus vielversprechenden Piloten produktive, unternehmensweite Lösungen machen kann (wenn sie mit dem richtigen Tech-Partner entwickelt wird). Genau an dieser Stelle scheitern laut McKinsey noch immer rund zwei Drittel der Unternehmen. Es liegt nicht am fehlenden KI-Tool, sondern an der fehlenden Plattform dahinter.
Wie ein solches Fundament konkret aussehen kann, haben wir am Beispiel von Microsoft Azure und Databricks gezeigt. Während Azure das sichere, identitätsbasierte Cloud-Fundament liefert, vereinheitlicht Databricks die Datenbasis für KI- und Agenten-Workloads. Auf diese Kombination sind wir bei datasolut als Partner spezialisiert.
Ob sie auch für Ihr Unternehmen die richtige Wahl ist, hängt von Ihrer bestehenden Systemlandschaft, Ihrem Team-Know-how und Ihren Governance-Anforderungen ab. Die in diesem Artikel vorgestellten Auswahlkriterien geben Ihnen dafür einen ersten, anbieterunabhängigen Anhaltspunkt.
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Ob und wie künstliche Intelligenz Ihnen weiterhelfen kann, können Sie in einem ersten, unverbindlichen Gespräch mit uns herausfinden.
In diesem Gespräch erfahren Sie:
- Wie Ihr Use-Case technisch am besten umgesetzt werden kann
- Wie wir maximal sicher mit Ihren Kundendaten umgehen
- Wie lange wir für die Umsetzung benötigen und wie ein konkreter Projektplan aussehen könnte
Häufig gestellte Fragen zur KI-Plattform
Ein KI-Tool, wie ein Chatbot oder eine Texterkennung, löst eine einzelne Aufgabe. Eine KI-Plattform hingegen ist die darunterliegende Infrastruktur aus Daten, Modellen, Governance und Betriebsprozessen, auf der beliebig viele Tools und Agenten aufgesetzt und wiederverwendet werden können.
Nein, es gibt Alternativen wie Microsoft Fabric, AWS oder Google Cloud. Wir bei datasolut sind auf Microsoft Azure und Databricks spezialisiert, weil sich beide Technologien aus unserer Projekterfahrung gut ergänzen. Azure liefert dabei die Identitäts- und Compliance-Basis und Databricks die vereinheitlichte Datenbasis für KI-Workloads. Ob diese Kombination auch für Ihr Unternehmen die richtige Wahl ist, hängt von Ihrer bestehenden Systemlandschaft, Ihrem Team-Know-how und Ihren Governance-Anforderungen ab.
Das hängt stark vom Reifegrad der bestehenden Daten- und Systemlandschaft ab. In der Praxis hat sich ein dreiphasiges Vorgehen bewährt, mit Zielbild und Architektur-Design, technischer Plattform-Implementierung inklusive erstem Use Case, sowie Stabilisierung und Übergabe in den eigenständigen Betrieb. Je nach Umfang reicht das von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten.
Die Kosten setzen sich typischerweise aus zwei Bausteinen zusammen: einer Festpreis-Implementierung der Plattform selbst sowie separaten, meist auf Time-and-Material-Basis abgerechneten Use-Case-Umsetzungen. Laufende Kosten entstehen zusätzlich durch Betrieb, Skalierung und Lizenzen.
Das hängt von der konkreten Umsetzung ab und nicht vom Anbieter allein. Wichtige Voraussetzungen sind EU-Hosting, ein durchgängiges Rollen- und Berechtigungskonzept, Privacy-by-Design sowie Auditierbarkeit von Modell- und Agentenaktionen. Diese Punkte sollten bereits im Architektur-Design der Plattform mitgedacht werden.