Wir schauen uns in diesem Beitrag das Kostenmodell von Microsoft Fabric an. Fabric bietet eine flexible und leistungsstarke Plattform für Datenanalyse und -verarbeitung. Doch die Vielzahl an Lizenzierungsoptionen und Kostenstrukturen kann zunächst überwältigend wirken.
Dieser Blogbeitrag erläutert die zentralen Elemente des Kostenmodells von Microsoft Fabric, darunter Compute- und Speicherkosten, sowie die Unterschiede zwischen Kapazitäts- und Pro-Benutzer-Lizenzen. Eine separate Netzwerkabrechnung hat Microsoft zwar angekündigt, diese ist allerdings noch nicht aktiv. Ziel ist es, Ihnen eine klare Grundlage für die Kostenplanung und Nutzung von Fabric in Ihrer Organisation zu bieten.
Unsicher, welches Kostenmodell zu Ihrer Organisation passt?
Unsere Experten für Microsoft Fabric Beratung unterstützen Sie gerne bei der passenden Kapazitätsplanung
Wie funktioniert das Kostenmodell von Microsoft Fabric?
Beim Kostenmodell von Fabric sind vor allem folgende Kostenbausteine gerade relevant:
- Compute Kosten: Pay-as-you-go, reservierte Kapazität oder optional serverloses Spark Autoscale Billing
- OneLake-Speicherkosten
Eine separate Netzwerkabrechnung ist zwar von Microsoft angekündigt aber noch nicht aktiviert. Microsoft kündigt eine Umstellung mindestens 90 Tage im Voraus an.
Neben diesen Kostenbausteinen bauen die Kosten in Fabric auf der folgenden Grundstruktur auf:
- Tenant: Grundlegender Fabric Baustein. Ein Fabric-/Power-BI-Tenant bildet die organisatorische und administrative Grenze. Kapazitäten werden dem Tenant bereitgestellt, Workspaces werden Kapazitäten zugeordnet. Er ist ein abgetrennter Bereich, der alle Ressourcen und Arbeitslasten innerhalb einer Domäne bündelt.
- Kapazität: Teilstruktur unterhalb des Tenant. Jede Capacity fungiert als dedizierter Pool von Ressourcen, die für Microsoft Fabric-Dienste zugewiesen werden. Zuständig für Preisgestaltung und Ressourcenzuweisung.
- Arbeitsbereich: In Kapazitäten eingebettet. Bieten kollaborative Umgebung für Datenverarbeitung und -analyse. Eine Kapazität kann mehrere Workspaces fassen.
Für die Nutzung von Microsoft Fabric ist immer eine passende Kapazität (oder Testkapazität) erforderlich. Welche individuelle Lizenz zusätzlich nötig ist, hängt von Rolle, Aktivität und Inhalt ab. Für viele Nicht-Power-BI-Aktivitäten, wie zum Beispiel Pipelines, Warehouses, Notebooks oder Kapazitätsverwaltung, ist keine Power-BI-Pro-Lizenz nötig.
Gehen wir in den Deep-Dive.
Die Organisationslizenz: Kapazität oder Pro-Benutzer
Die Organisationslizenz bildet die Infrastruktur von Fabric. Ohne sie funktioniert MS Fabric schlichtweg nicht. Microsoft unterscheidet 2 Arten von Organisationslizenzen:
- Kapazitätslizenz
- Pro-Benutzer-Lizenz
Kapazitätslizenz
Kapazitäten bezeichnen eine Gruppe von Ressourcen für bestimmte Verwendungen. Mit der Kapazitätslizenz können Sie alle Microsoft Fabric-Funktionen nutzen, die durch die Kapazität lizenziert werden:
- Microsoft Fabric-Elemente erstellen und verbinden,
- Ihre Elemente in einem Arbeitsbereich speichern
- und sie mit anderen Nutzern teilen, die über entsprechende Lizenzen verfügen.
Ihr Unternehmen kann so viele Kapazitätslizenzen besitzen wie benötigt. Wie beständig bzw. performant die Leistung jedoch ist, hängt von den so genannten Stock Keeping Units (SKUs) ab.
Stock-Keeping-Units
Jede Stock Keeping Unit (SKU) bietet eine bestimmte Menge an Rechenleistung, die durch ihren Capacity Unit (CU) Wert gemessen wird (zu den CUs gleich mehr). Wir unterscheiden zwei Arten von SKUs:
- Azure SKUs (F-SKUs): Abrechnung pro Sekunde (Pay-as-you-go)
- Microsoft 365 SKUs (P-SKUs): Monatliche/Jährliche Verpflichtung
Azure-SKUs, auch als Fabric-SKUs (F-SKUs) bezeichnet, sind die empfohlenen Kapazitäten für Microsoft Fabric. Microsoft SKUs, auch bekannt als Power BI SKUs (P SKUs), unterstützen ebenfalls Microsoft Fabric, wenn Sie es zusätzlich zu Ihrem Power BI-Abonnement aktivieren. Dabei handelt es sich um Power-BI-Premium-Kapazitäten, die nur Kunden mit einem aktiven Enterprise Agreement zur Verfügung stehen. Power BI EM-SKUs wiederum, unterstützen Microsoft Fabric nicht.
Hier eine Übersicht über die F-SKUs mit den zugeordneten CUs im aktuellen Preisvergleich nach Azure-Region.
| SKU | Kapazitätseinheit (CU) | Pay-as-you-go | Reservierung (1–3 Jahre) |
| F2 | 2 | €0,378/h | €0,225/h – ~41 % Ersparnis |
| F4 | 4 | €0,756/h | €0,450/h – ~41 % Ersparnis |
| F8 | 8 | €1,512/h | €0,899/h – ~41 % Ersparnis |
| F16 | 16 | €3,023/h | €1,798/h – ~41 % Ersparnis |
| F32 | 32 | €6,045/h | €3,595/h – ~41 % Ersparnis |
| F64 | 64 | €12,090/h | €7,190/h – ~41 % Ersparnis |
| F128 | 128 | €24,180/h | €14,379/h – ~41 % Ersparnis |
| F256 | 256 | €48,360/h | €28,758/h – ~41 % Ersparnis |
| F512 | 512 | €96,720/h | €57,515/h – ~41 % Ersparnis |
| F1024 | 1.024 | €193,440/h | €115,029/h – ~41 % Ersparnis |
| F2048 | 2.048 | €386,880/h | €230,057/h – ~41 % Ersparnis |
| F4096 | 4.096 | €773,760/h | €460,113/h – ~41 % Ersparnis |
| F8192 | 8.192 | €1.547,519/h | €920,225/h – ~41 % Ersparnis |
Die hier gezeigten Preise variieren je nach Azure-Region:
| Azure-Region | F2 PAYG | F2 Reservierung | F64 PAYG | F64 Reservierung | Ersparnis |
| West Europe / Germany West Central | €0,378/h | €0,225/h | €12,090/h | €7,190/h | ~41 % |
| Austria East | €0,402/h | €0,240/h | €12,860/h | €7,654/h | ~40 % |
| Switzerland North | €0,395/h | €0,235/h | €12,640/h | €7,516/h | ~41 % |
| Germany North | €0,481/h | keine Reservierung verfügbar | €15,388/h | keine Reservierung verfügbar | – |
Hinweis: Alle dargestellten Werte stellen Richtwerte auf Basis eines monatlich aktualisierenden Wechselkurses dar (aktuell 1 USD = 0,871 EUR) und können sich ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft Fabric – Preise.
Die zweite Organisationslizenz läuft pro Benutzer.
Pro-Benutzer-Lizenz (PPU)
Die PPU schaltet fast nur PowerBI Features frei. Individuelle Berechtigungen lassen sich klarer in Fabric Free, Power BI Pro und Power BI Premium Per User (PPU) trennen. Welche Lizenz erforderlich ist, hängt dabei von Rolle, Power-BI-Szenario und Capacity-SKU ab.
Erfahrene Power BI-User sollten diese Lizenzen bereits kennen. Jeder, der Power BI-Elemente in Fabric erstellen möchte, benötigt mindestens eine Power BI Pro-Lizenz. Das Gleiche gilt für Geschäftsanwender, die nur BI-Berichte anzeigen möchten: Sie benötigen weiterhin eine Power BI Pro-Lizenz.
Eine Ausnahme von dieser Regel: Ab F64 beziehungsweise ab einer entsprechenden P1- oder größeren Capacity benötigen reine Betrachter, auch Consumer genannt, von Power-BI-Berichten keine eigene Power-BI-Pro-Lizenz. Für das Veröffentlichen und Teilen von Power-BI-Dashboards bleibt Power BI Pro jedoch weiterhin erforderlich.
Kostenlos testen (Trial)
Microsoft bietet darüber hinaus eine 60-tägige kostenlose Fabric-Testkapazität an. Diese wird als F4 oder F64 bereitgestellt und erlaubt die Speicherung von bis zu 1 TB OneLake-Daten. Eignung und Verfügbarkeit sind vom jeweiligen Tenant abhängig, was ein guter Einstieg ist, um Kosten und Nutzen vor einer echten Kapazitätsbuchung einzuschätzen.
Unsere Einschätzung: Der Test über die 60-Tage-Trial-Kapazität lohnt sich vor allem, bevor Sie eine Kapazität kaufen. So lassen sich Workloads besser und realistischer einschätzen, bevor reale Kosten entstehen.
Kommen wir nun zu dem Schmieröl von Fabric: Die Kapazitätseinheiten (CUs)
Die Capacity Units (Kapazitätseinheiten)
Capacity Units (CUs) sind die Währung der Ressourcenzuweisung in Microsoft Fabric und bestimmen die Preisgestaltung und Ressourcenverteilung. CUs messen die Rechenleistung, die zur Ausführung von Abfragen, Aufträgen oder Aufgaben innerhalb des Fabric-Ökosystems verfügbar ist.
Microsoft Fabric bietet eine Vielzahl von SKUs, die jeweils auf die spezifischen Anforderungen der Datenanalyse zugeschnitten sind und mit unterschiedlichen Kapazitätseinheiten (CUs) verbunden sind. Die Fabric-Kapazitäten reichen von F2 bis F8192, was einem Bereich von 2 bis 8.192 CUs entspricht. So verdoppelt sich mit jeder Stufe die CU-Menge. Ob sich damit auch Leistung und Preis verdoppeln, lässt sich nicht pauschal bestätigen, Verfügbarkeit und Preise lassen sich aber je nach Region und Vertrag auch direkt im Azure-Portal prüfen.
Alles, was Sie in Microsoft Fabric tun, benötigt Capacity Units. Je mehr CUs Sie haben, desto mehr können Sie tun, ohne, dass die Leistung gedrosselt wird. Die CU wird verwendet, um die Rechenleistung der einzelnen SKUs zu messen. Zum Beispiel hat F4 die doppelte Leistung von F2 und die Hälfte der Leistung von F8, wie in der folgenden Tabelle dargestellt (monatliche Betrachtung, Westeuropa/Germany West Central).
| SKU | Kapazitätseinheit (CU) | Nutzungsbasierte Bezahlung | Reservation (1–3 Jahre) |
| F2 | 2 | €275,803/Monat | €164,005/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F4 | 4 | €551,606/Monat | €328,010/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F8 | 8 | €1.103,212/Monat | €656,020/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F16 | 16 | €2.206,423/Monat | €1.312,039/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F32 | 32 | €4.412,846/Monat | €2.624,077/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F64 | 64 | €8.825,692/Monat | €5.248,154/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F128 | 128 | €17.651,383/Monat | €10.496,308/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F256 | 256 | €35.302,765/Monat | €20.992,616/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F512 | 512 | €70.605,530/Monat | €41.985,231/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F1024 | 1.024 | €141.211,060/Monat | €83.970,462/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F2048 | 2.048 | €282.422,120/Monat | €167.940,924/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F4096 | 4.096 | €564.844,239/Monat | €335.881,848/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
| F8192 | 8.192 | €1.129.688,477/Monat | €671.763,696/Monat – ca. 41 % Einsparungen |
Wenn Sie eine Fabric-Kapazität bereitstellen, werden auf Ihrer Rechnung zwei primäre Gebühren ausgewiesen: eine für die bereitgestellte Rechenleistung, die sich nach der Größe der ausgewählten Kapazität richtet (Compute Kosten), und eine weitere für den OneLake-Speicher, der auf den in OneLake gespeicherten Daten basiert (Speicher Kosten).
Die konkreten Preise pro CU/Stunde hängen, wie bereits im SKU-Kapitel dargestellt von der jeweiligen Azure-Region ab und können aufgrund des Wechselkurses schwanken, weswegen die hier dargestellten Zahlen eher als Richtwert zu verstehen sind. Zum Azure-Preisrechner
Sehen wir uns die beiden Kostenpunkte genauer an.
Compute Kosten und Speicherkosten
Wie bei anderen modernen Datenplattformlösungen (Databricks, Snowflake usw.) ist auch bei Microsoft Fabric die Speicherung von der Berechnung entkoppelt. In Fabric befinden sich alle Ihre Daten in OneLake. Das ist Ihre einzige Speicherebene, da es nur einen OneLake pro Tenant geben kann.
Die Speicherkosten
OneLake-Speicher wird weiterhin nutzungsbasiert pro GB und Monat abgerechnet und verbraucht grundsätzlich keine Fabric-CUs. Der verbindliche Preis ist region-, vertrags- und wechselkursabhängig. Die aktuellen Richtwerte für Westeuropa folgen im nächsten Absatz. Dabei sind vor allem zwei Ausnahmen wichtig. Einerseits sind OneLake-Daten für Power-BI-Import-Semantikmodelle in der Power-BI-Lizenzierung enthalten, andererseits gibt es für Mirroring-Replikate je nach Capacity-SKU ein kostenloses Speicherkontingent.
3 Typen von Speicher
Microsoft Fabric bietet mehrere Speichertypen, die jeweils für unterschiedliche Anwendungsfälle konzipiert sind:
- OneLake: Standardoption
- OneLake BCDR: Funktion für Backup und Disaster Recovery
- OneLake Cache: Nutzung von KQL-Cache und Data Activator
OneLake-Speicher: Die Standard-Speicheroption in Fabric, OneLake, ist kosteneffizient, bietet aber keine Notfallwiederherstellung. Sie ist ideal für temporäre oder leicht austauschbare Daten. In Westeuropa wird der Preis aktuell in drei Zugriffsklassen aufgeteilt:
- Hot: €0,0207/GB/Monat,
- Cool: €0,0113/GB/Monat und
- Cold: €0,0043/GB/Monat.
Alle drei haben unterschiedliche Zugriffskosten und Mindestaufbewahrungsfristen und die Werte können in Österreich und der Schweiz leicht abweichen.
OneLake BCDR: Diese Option sichert kritische Daten durch geografische Replikation ab. Auch hier gelten für Westeuropa die gleichen Zugriffsklassen wie beim Standard-Speicher, allerdings zu höheren BCDR-Sätzen:
- Hot: €0,0395/GB/Monat,
- Cool: €0,0199/GB/Monat und
- Cold: €0,0074/GB/Monat.
OneLake Cache: OneLake Cache wurde speziell für die KQL-Cache-Speicherung und die Aufbewahrung von Data Activator-Daten entwickelt, kostet 0,24 US-Dollar pro GB/Monat und ist unverzichtbar für Unternehmen, die schnellen Echtzeit-Zugriff auf zwischengespeicherte Daten benötigen. Er kostet aktuell €0,2233/GB/Monat (Westeuropa) unabhängig davon, ob Standard- oder BCDR-Redundanz gewählt wurde, da der Cache selbst kein Teil der BCDR-Absicherung ist.
Die Wahl der richtigen Speicheroption kann sowohl die betriebliche Effizienz als auch die Kosten des Betriebs von Microsoft Fabric drastisch beeinflussen. Unternehmen sollten ihren Speicherbedarf auf der Grundlage von Datenwiederherstellungsanforderungen, Leistungserwartungen und Budgetbeschränkungen bewerten.
Dabei sollten auch die zwei folgenden Aspekte berücksichtigt werden. So steht einerseits für Mirroring-Replikate je nach Capacity-SKU ein kostenloses Speicherkontingent zur Verfügung, beispielsweise 64 TB bei F64/P1. Andererseits kann OneLake-Speicher während einer konfigurierbaren Aufbewahrungsphase auch nach dem Löschen eines Workspace weiterhin Kosten verursachen.
Wir werfen einen besonderen Blick auf die Compute Kosten (Rechenkosten), da diese unserer Erfahrung nach deutlich höher ausfallen. Die Storagekosten machen oft nur einen Bruchteil der Gesamtkosten aus.
Die Rechenkosten (Compute Kosten)
Die Rechenkosten werden durch den Umfang der verwendeten Rechenleistung bestimmt. Je rechenintensiver die Aufgabe ist, desto höher sind die Kosten. Große Datenanalyseprojekte, Datenverarbeitung in Echtzeit und komplexe Berichterstellung können zum Beispiel eine höhere Rechenleistung erfordern.
Für Fabric-Basiskapazitäten stehen hierbei zwei Kostenmodelle zur Auswahl: Pay-as-you-go und eine jährliche Capacity Reservation als Einsparoption. Zusätzlich lässt sich seit 2025 auch Apache Spark optional serverlos und rein nutzungsbasiert per Autoscale Billing abrechnen. So können Spark-Workloads unabhängig von der Basiskapazität kalkuliert werden.
Pay-as-you-go
Wie bei Azure Synapse Analytics gilt auch beim Pay-as-you-go-Modell (PAYG): Beim Pausieren einer F-Capacity endet die Compute-Abrechnung, während der OneLake-Speicher weiterlaufen und weitere Kosten verursachen kann. F-SKUs werden sekundengenau mit einer Mindestdauer von einer Minute abgerechnet und lassen sich flexibel skalieren, pausieren und fortsetzen.
Solange Sie an Ihrem Projekt arbeiten und die Kapazität aktiv ist, zahlen Sie pro Sekunde regionsabhängig x€. Die Kapazität können Sie flexibel anpassen und nach Bedarf pausieren bzw. aktivieren.
Das Modell eignet sich für Ihr Unternehmen, wenn Sie es mit unvorhersehbaren Arbeitslasten zu tun haben, da nur dann Gebühren anfallen, wenn die Ressourcen aktiv genutzt werden. Allerdings kann PAYG auf lange Sicht teurer werden, wenn es aufgrund seiner Flexibilität nicht effizient verwaltet wird.
Die Übersicht über die Preise finden Sie etwas weiter oben im Beitrag oder direkt bei Microsoft.
Preise für reservierte Instanzen (Reserved Capacity)
Für Azure-F-Kapazitäten bietet Microsoft eine jährliche Capacity Reservation als Einsparoption an, die für die abgedeckte Kapazität die Pay-as-you-go-Abrechnung ersetzt. Eine feste „monatliche Zahlung“ ist dabei nicht die einzige Option, die konkreten Kauf- und Zahlungsmodalitäten sind jedoch im Azure-Portal zu prüfen.
Dieses Modell ist ideal, wenn Sie von Microsoft Fabric als Datenanalyseplattform überzeugt sind und eine konstante tägliche Arbeitslast haben, da es eine kostengünstige Option mit einer einjährigen Verpflichtung im Voraus darstellt.
Die Reservierung ist perfekt für Ihr Unternehmen, wenn Sie und Ihre Kollegen das Arbeitskommen zuverlässig planen können. Sie können niedrigere Tarife festschreiben und gleichzeitig sicherstellen, dass die Ressourcen jederzeit verfügbar sind.
Die Entscheidung für das richtige/passende Modell hängt von Ihren organisationsspezifischen Workload-Anforderungen ab. PAYG ist ideal, für kurze Zeiträume mit hoher Aktivität, während reservierte Kapazität mehr Wert für einen langfristigen, konstanten Betrieb bietet.
Spark Autoscale Billing
Für Apache-Spark-Workloads lässt sich pro Kapazität ein optionales, serverloses Pay-as-you-go-Modell aktivieren. Spark-Jobs verbrauchen dann keine CUs der Fabric-Basiskapazität mehr, da nur tatsächlich genutzte Ressourcen ohne Leerlaufkosten abgerechnet werden. Microsoft nennt als Richtwert 0,5 CU-Stunden je Spark-Job. Ein konfigurierbares CU-Limit begrenzt Budget und Parallelität.
Wir haben die beiden Kapazitäts-Abrechnungsmodelle (Spark Autoscale Billing wird separat abgerechnet, s.o.) für Sie gegenübergestellt.
| Merkmal | Pay-As-You-Go | Reservierte Kapazitäten |
|---|---|---|
| Definition | Nutzungsbasierte Abrechnung | Vorausbezahlte Kapazität für festgelegten Zeitraum |
| Flexibilität | Höchste Flexibilität | Gering |
| Kostenersparnis | Keine Rabatte, höhere Kosten pro Kapazitätseinheit | Ersparnisse möglich bei richtiger Einschätzung |
| Planbarkeit der Kosten | Schwankend, abhängig von Nutzung | Fix |
| Skalierbarkeit | Automatische Anpassung an wechselnde Anforderung | Feste Kapazität |
| Anwendungsfall | Kurzfristige Projekte; unregelmäßige Nutzung; Tests | Konstante Workloads; Langfristige Projekte |
| Bezahlmodell | Basiert auf monatlichem Gebrauch | Vorauszahlung oder monatliche Zahlung während Laufzeit |
| Risikofaktor | Keine Bindung, daher risikoarm | Risiko bei ungenutzter Kapazität, da diese nicht rückerstattet wird |
Wie Sie die Kosten in Fabric am besten reduzieren erfahren Sie hier: 7 Tipps zum Kostenmanagement in Microsoft Fabric
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Fazit
Das Kostenmodell von Microsoft Fabric ermöglicht eine hohe Anpassungsfähigkeit an verschiedene Organisationsbedarfe. Mit den flexiblen Optionen wie Pay-as-you-go und Reserved Capacity können Unternehmen ihre Ressourcen optimal skalieren und gleichzeitig Kosten kontrollieren. Entscheidend ist, die Workload-Anforderungen genau zu bewerten, um das passende Modell auszuwählen. Mit einer klaren Kostenstrategie lässt sich Microsoft Fabric effizient und wirtschaftlich einsetzen – eine solide Grundlage für datengestützte Entscheidungen und Innovation.
Gerne beraten wir Sie rund um das Thema Microsoft Fabric. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch.
FAQ – Die wichtigsten Fragen zum Microsoft Fabric Kostenmodell
Ja, über eine 60-tägige kostenlose Testkapazität (F4 oder F64), die bis zu 1 TB OneLake-Speicher umfasst. So lässt sich die Plattform vor einer echten Kapazitätsbuchung realistisch einschätzen.
Nur außerhalb von F64- bzw. P1-Kapazitäten und größer. Ab dieser Kapazitätsgröße ist die reine Anzeige von Power-BI-Berichten für Betrachter inklusive. Für das Veröffentlichen und Teilen von Dashboards bleibt weiterhin eine Power-BI-Pro-Lizenz erforderlich.
Ja. Beim Pausieren einer F-Capacity endet zwar die Compute-Abrechnung, der OneLake-Speicher kann aber weiterhin Kosten verursachen.
Das hängt von Region, Vertrag und gewähltem Speicher-Tier ab. In Westeuropa liegen die aktuellen Sätze bei Hot €0,0207/GB/Monat, Cool €0,0113/GB/Monat und Cold €0,0043/GB/Monat.
Nein. Für viele Nicht-Power-BI-Aktivitäten wie Pipelines, Warehouses, Notebooks oder Kapazitätsverwaltung ist keine Power-BI-Pro-Lizenz nötig. Welche Lizenz für den Anwendungsfall erforderlich ist, hängt von Rolle, Aktivität und Inhalt ab.
Lassen Sie uns sprechen und Ihr Potenzial entdecken.
Ob und wie künstliche Intelligenz Ihnen weiterhelfen kann, können Sie in einem ersten, unverbindlichen Gespräch mit uns herausfinden.
In diesem Gespräch erfahren Sie:
- Wie Ihr Use-Case technisch am besten umgesetzt werden kann
- Wie wir maximal sicher mit Ihren Kundendaten umgehen
- Wie lange wir für die Umsetzung benötigen und wie ein konkreter Projektplan aussehen könnte